Spannende Bildungserlebnisse in Erfurt

6. September 2018



FWS-Tag mobilisiert die ganze Schulgemeinde

Ein (nicht) ganz normaler Donnerstagvormittag: Gespenstische Stille auf dem Schulhof, in allen Fluren und Klassenräumen. Nur Sekretärin, Hausmeister und Reinigungskräfte da, die sich freuen, einmal schon am Nachmittag zu Hause zu sein. Verlassen und wie evakuiert wirkt die Friedrich-Wilhelm-Schule – es ist wieder FWS-Tag:

Zehn Busse haben alle Schüler und Lehrer abgeholt und zu einem besonderen pädagogischen Erlebnis nach Erfurt gebracht. In der Landeshauptstadt Thüringens erwartet die Schülerinnen und Schüler ein spannendes Programm: Die Fünftklässler informierten sich im Naturkundemuseum über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Die Schüler der sechsten Klassen erkundeten Gemäldegalerien im Kunstmuseum, die Jahrgangstufe 7 beschäftigte sich in der Synagoge mit dem jüdischen Leben in Erfurt in den vergangenen Jahrhunderten. Ziel der Achtklässler war die Zitadelle Petersberg, eine Stadtfestung aus dem 17. Jahrhundert auf, eine der größten und besterhaltenen ihrer Art in Europa. Die Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs verschafften sich in der Stasi-Gedenkstätte Andreasstraße tiefere Einblicke in die Terrorinstrumentarien einer Diktatur, aber auch den erfolgreichen Freiheitskampf der Menschen in der friedlichen Revolution 1989.

Eine Führung durch die historische Altstadt machte alle Schüler mit der wechselvollen Vergangenheit und den mittelalterlich-romantischen Gassen und Plätzen der mehr als 1270jährigen Stadt vertraut. Themen waren Krämerbrücke, Dom, Fischmarkt, die Waidherstellung zum Blaufärben und viele weitere interessante Dinge.

Die jungen Eschweger hatten darüber hinaus auch reichlich Gelegenheit in Kleingruppen die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Der FWS-Tag ist seit einigen Jahren nicht nur eine beliebte Tradition, sondern auch ein wichtiger Baustein im Programm des Eschweger Gymnasiums: Er der verknüpft bewusst die Vermittlung von Wissen und kultureller Bildung an außerschulischen Lernorten mit spannenden Erlebniseindrücken. Er dient somit nicht nur der Erweiterung des Horizonts, sondern vor allem auch der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls innerhalb der Schulgemeinde.



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